Coca-Cola: Real Magic – auch für Investoren

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Der Kursverlauf der Coca-Cola-Aktie ist derzeit „wirklich magisch“: Investoren sind begeistert. Allen voran Warren Buffett, der mit seiner Investmentholding Berkshire Hathaway einer der größten Anleger des Getränkeherstellers ist.

Im Gegensatz zu vielen Tech- und Wachstumswerten legte Coca-Cola seit der US-Zinswende, dem Ausbruch des Ukraine-Krieges und der zunehmenden Inflation keinen längerfristigen Rückwärtsgang ein. Zwar schwankte auch der Kurs des Getränkeriesen, auf Sicht der letzten zwölf Monate ging es dennoch 13,5 % nach oben (Stand: 03.08.2022). Seit Jahresangang steht die Aktie knapp 7% im Plus.

Coca-Cola beweist damit erneut seine Qualitäten als Langfristinvestment erster Güte. Vor allem für Investoren, die auf eine gewisse Stabilität in ihrem Depot Wert legen, ist das Unternehmen ein gefragter Kandidat. Darüber hinaus zahlt der Konzern auch weiterhin seine Dividende und sorgt daher bei Aktionären für einen konstanten Cashflow.

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Ausschüttungen der Coca-Cola Co. 1986-2021, Quelle: seekingalpha.com, Y-Charts

Überzeugende Quartalszahlen, Prognose erhöht

Die Umsatzerlöse im zweiten Quartal 2022, die am 26.07. bekannt gegeben wurden, beliefen sich auf 11,33 Mrd. USD. Das ist ein Anstieg von 11,8 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Aber nicht nur das: Coca-Cola konnte auch auf der Ertragsseite positiv überraschen. Denn der Nettogewinn je Aktie betrug im zweiten Quartal 0,70 USD, was einen Anstieg um 2,9 % bedeutet.

Das starke Umsatzplus verdankt Coca-Cola in erster Linie seinen erfolgreichen Preisanpassungen. Im zweiten Quartal erhöhte der Konzern seine globalen Verkaufspreise im Durchschnitt um 12 %.

Die gesamte Entwicklung im ersten Halbjahr veranlasste das Management dazu, seine Prognose für das Gesamtjahr anzuheben. Das organische Umsatzwachstum soll nun zwischen 12 und 13 % betragen. Zuvor ging der Vorstand von einem Wachstum zwischen 7 und 8 % aus.


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Coca-Cola profitiert auch vom Re-opening

Als Getränkeanbieter war Coca-Cola während der Pandemie nicht von so starken Umsatzeinbrüchen betroffen, wie Unternehmen anderer Branche. Schließlich sind Getränke Grundnahrungsmittel. Jedoch war der Gastronomie-Umsatz zwischenzeitlich fast gänzlich zum Erliegen gekommen. Insofern profitiert der Konzern nun ebenfalls vom aktuellen Re-opening nach der heißen Phase der Pandemie.

Wachstumsimpulse gehen insbesondere von den Bereichen Sportgetränke, Energy-Drinks sowie aromatisierte alkoholischen Getränke aus. Außerdem setzt Coca-Cola mit Zero-Zucker-Produkten auf Volumenwachstum.

Die Dividende von Coca-Cola: einfach magisch

In seiner aktuellen Werbekampagne verspricht Coca-Cola „Real Magic“. Ob dies für Verbrauchern beim Getränkegenuss zutrifft, ist und bleibt Geschmackssache. Für Aktionäre bietet Coca-Cola etwas Magisches an anderer Stelle: es geht um die Dividende.

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Aktuelle Werbekampagne des Getränkeherstellers, Quelle: Coca-Cola

Coca-Cola ist ein Dividendenaristokrat der ersten Stunde. Es gibt nur wenige Unternehmen, die länger ausschütten als der Getränkeriese. Seit 1920 zahlt der Konzern eine Gewinnbeteiligung an seine Aktionäre aus. Das sind schon über 100 Jahre – und noch nie wurde die Dividenden unterbrochen.

Noch geringer ist die Zahl der Firmen, die ihre Dividende schon länger jährlich steigern. Coca-Cola erhöhte seine Dividende in diesem Jahr schon da 60. Jahr in ununterbrochener Folge. Für Langfristanleger zahlt sich eine solche Dividendenpolitik aus.

Aktuell zahlt Coca-Cola je Aktie eine Quartalsdividende von 0,44 USD. Im Gesamtjahr macht dies 1,76 USD je Anteilsschein. Angenommen Sie wären vor zehn Jahren in Coca-Cola eingestiegen und würden die Aktie bis heute halten. Auf Ihren damaligen Einstiegskurs würden Sie heute eine Dividendenrendite von über 7 % erhalten. Wer Coca-Cola bereit seit zwanzig Jahren im Portfolio hat, kassiert mittlerweile eine Dividendenrendite von jährlich 16 %. Wenn das nicht „Magic“ ist….

Qualität, die ihren Preis hat…

Bei Coca-Cola können wir uns nicht nur auf die Dividende verlassen. Das Geschäftsmodell ist krisenrobust. Seine Stärke stellt der Konzern zudem gerade jetzt, in Zeiten der Inflation, unter Beweis.

Mit einem KGV von rund 26 ist Coca-Cola derzeit kein Schnäppchen. Der Blick auf die vergangenen zehn Jahre zeigt jedoch, dass die Aktie kaum jemals unter ein KGV von 20 gefallen ist. Dies war nur vor 2015 und im Corona-Crash 2020 der Fall. Wer einen dieser beiden Zeitpunkte für einen Einstieg genutzt hat und bis heute dabeiblieb, kann sich über Kurssteigerungen von 50 % und mehr freuen.

Derartige Renditen sind in nächste Zeit er nicht zu erwarten. Dennoch ist Coca-Cola angesichts ihrer Langfristqualitäten, insbesondere der Aussicht auf weiter steigende Dividenden im Moment noch nicht im Bereich einer deutlichen Übertreibung angelangt.

Auf gute Investments

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Kerstin Franzisi
Chefredakteurin Der Privatinvestor
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