Vom (nächsten) Crash profitieren

Monatelang hatten Tech- und Internetaktien an der Börse einen guten Lauf. Es liegt auf der Hand: die beschleunigte Digitalisierung gibt diesen Unternehmen Rückenwind. Doch selbst diese Gewinner der Pandemie sind nicht dauerhaft vor Korrekturen gefeit. Etliche US-Techwerte erlebten im Dezember 2021 Einbrüche von 20 % oder mehr. Die Aktie von PayPal befindet sich schon seit Sommer in einem Sinkflug und das, obwohl sich die Geschäfte an und für sich gut entwickelten.

Damit ist klar: eine Garantie an der Börse gibt es nicht. Selbst die Aktien von zukunftsstarken Unternehmen können Rücksetzer erleben. Auch eine flächendeckende Korrektur – ein Crash, wie wir ihn im Frühjahr 2020 erleben mussten, kann jederzeit wieder geschehen. Mit den richtigen Aktien können Sie selbst dann profitieren. Es gibt tatsächlich Unternehmen, die sich genau dann eine goldene Nase verdienen, wenn an der Börse Panik herrscht.

Ein solches konträres Investment ist Flow Traders. Das Unternehmen aus den Niederlanden ist einer der führenden Market Maker im ETF-Handel. Als solcher Market Maker agiert Flow Traders im Hintergrund. Das Unternehmen ist zwischen Käufer und Verkäufer geschaltet, vermittelt also zwischen beiden Parteien und macht so einen liquiden Handel von passiven Produkten überhaupt erst möglich. Das Unternehmen hat Zugang zu mehr als 90 Handelsplätze in über 30 Ländern auf der ganzen Welt und stellt Geld- und Briefkurse für mehr als 4.000 ETPs (Exchange Trades Products) der verschiedensten Kategorien.

Während eines Crashs klingeln bei Flow Traders die Kassen

Der Handel mit passiven Produkten, seien es ETFs, ETCs, oder auch ETNs, boomt. Und genau aus diesem Grund betrachten wir Flow Traders als mögliche Absicherung für eine Krise. Bei einer flächendeckenden Korrektur kann auch diese Aktie erst einmal nachgeben. Dafür bietet dieses Unternehmen aber einen Krisenschutz der anderen Art: Genau dann nämlich, wenn es an der Börse besonders hektisch zugeht, klingelt bei Flow Traders die Kasse so richtig.

Dies lässt sich beispielhaft an der Geschäftsentwicklung und Dividende für das Geschäftsjahr 2020 anlesen. 2020 war für Flow Traders das bisher beste und erfolgreichste Jahr seiner Unternehmensgeschichte. Nehmen Sie sich die Geschäftsentwicklung der einzelnen Quartale vor, werden Sie feststellen, vor allem die Rekordumsätze im ersten und zweiten Quartal 2020 waren dafür verantwortlich. Genau also während des Corona-Crashs schrieb Flow Traders Rekordgewinne.

Handelsvolumen und Spread sei Dank

Warum verdient sich Flow Traders ausgerechnet in einem Crash eine goldene Nase? Dies liegt an den Einnahmequellen des Unternehmens. Als Market Maker verdient Flow Traders am Handel von passiven Produkten auf zweierlei Weise: am Handelsvolumen und an den Spreads, also der Differenz zwischen An- und Verkaufspreis. Beides ist in einer hektischen Börsenphase und demzufolge während eines Crashs, ganz besonders hoch.

Im Gesamtjahr 2020 hat sich der Umsatz (bei Flow Traders als „Net Trading Income“ bezeichnet) mehr als vervierfacht. Die Voraussetzungen dafür waren bestens: Das Marktvolumen für ETFs hatte sich 2020 um 48 % gesteigert. Das Handelsvolumen, das dabei von Flow Traders abgewickelt wurde, stieg sogar um 50 %. Das Unternehmen konnte also auch seine Marktanteile ausbauen.

Aktionäre bekommen ein großes Stück vom Kuchen ab

Bei der nächsten Dividendenauszahlung, die aufgrund der halbjährlichen Ausschüttung bereits im August 2020 stattfand, bekamen Aktionäre prompt ein ordentliches Stück vom Kuchen ab. Flow Traders zahlte damals 4,00 EUR aus. Zusammen mit der Schlussdividende, die dann im April 2021 floss, gab es insgesamt für das Geschäftsjahr stolze 6,50 EUR an Dividenden. Je nach Einstiegskurs bedeutete dies für Aktionäre eine Dividendenrendite von teilweise 20 % oder sogar noch höher.

Das Börsenjahr 2021 verlief trotz so mancher Turbulenzen um einiges ruhiger. Infolgedessen konnten die Umsätze und Gewinne des Vorjahres nicht erreicht werden. Auch die Dividende wird deshalb nicht so eine fette Ausbeute sein. Dennoch sollte sie auf hohem Niveau bleiben. In jedem Fall ist Flow Traders ein Titel, bei dem eine jährliche Ausschüttung recht sicher ist.

Im August 2021 gab es als Zwischendividende schon mal 1,00 EUR. Noch ist die Schlussdividende, die am 2. Mai 2022 fließen wird, nicht deklariert. Doch selbst wenn diese nur halb so hoch wie diese erste Zwischendividende ausfallen würde, ergäbe dies mit dann insgesamt 1,50 EUR je Aktie beim jetzigen Kurs immer auch dann noch eine Dividendenrendite von stattlichen 4,6 % (Schlusskurs per 04.01.2022).

Insgesamt stufen wir Flow Traders als recht großzügigen Dividendenzahler ein. Hinsichtlich Ausschüttungsquote setzt sich das Management eine Zielmarke von mindestens 50 %. Vom Gewinn 2020 schüttete Flow Traders sogar 63 % aus. Damit wird deutlich: Wenn Flow Traders gut verdient, ist das Management sehr gerne bereit, dies an die Aktionäre weiterzugeben.

Geschäftsentwicklung auch im Jahr 2021 positiv

Ende November veröffentlichte Flow Traders das Trading-Update für das dritte Quartal und damit auch die Umsatzentwicklung der ersten neun Monate 2021. Mit kumulierten 303,7 Mio. EUR (Q1 bis Q3) können die Erlöse nicht mit denen aus dem Vorjahr (803,1 Mio. EUR) mithalten. Für das gesamte Jahr 2021 geht das Unternehmen von einem Umsatz von ca. 363 Mio. EUR aus. Der große Unterschied zum Vorjahr liegt vor allem daran, dass sich der Börsenverlauf in diesem Jahr wesentlich ruhiger dargestellt hat.

Von einer flächendeckenden Panik fehlte in diesem Jahr jede Spur. Im Gegenteil, die Börse kannte fast nur eine Richtung: nach oben. Dass dies jedoch nicht immer so weiter gehen kann und wird, sollte jedem Anleger klar sein. Irgendwann wird es wieder eine Korrektur geben. Genau davon wird Flow Traders profitieren und neue Rekordergebnisse erzielen.

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Ihre Kerstin Franzisi

Chefredakteurin

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